Fünf Generationen - eine Leidenschaft
Aktualisiert: vor 2 Stunden
Besuch im Hotel GUT Trattlerhof in Bad Kleinkirchheim in Kärnten
Das Hotel GUT Trattlerhof in Bad Kleinkirchheim © Gert Perauer/ Trattlerhof

Die Österreicher, die ungekrönten Weltmeister des Tourismus, haben Kärnten im Süden ihres Landes als ihr Lieblingsferiengebiet auserwählt. Und das ist wenig erstaunlich, denn Kärnten besitzt wunderbare Landschaften in einem Mix von Bergen, Almen und Seen, dazu ein Klima wie in Italien mit den meisten Sonnenstunden in österreichischen Landen. Im Nordwesten von Kärnten thronen die Berge der Hohen Tauern, es breiten sich Seenketten mit dem berühmten Millstätter See aus, und für die Wanderfreunde gibt es ein reiches Tourenangebot – von leichten Panoramawanderwegen bis zu hochalpinen Klettersteigen.
Wandergebiet Nockberge bei Bad Kleinkirchheim

Eines der schönsten Urlaubsgebiete erstreckt sich rund um den Millstätter See und die Nockberge. Hier ist in dem ideal gelegenen Ferienort Bad Kleinkirchheim mit erstklassigen Wanderwegen, fulminanten Mountainbike-Routen und Thermalbädern an warmen Quellen ein besonderes Touristenjuwel zu finden – das 4 Sterne Superior Hotel GUT Trattlerhof. Eine internationale Reise-Journalisten-Gruppe folgte der Einladung vom Gutshof, organisiert von der Agentur mk Salzburg.
Gelebte Gastfreundschaft der Hofleute
Hotelier Jakob Forstnig

Das weit verzweigte Hauptgebäude vom Gut Trattlerhof verspricht mit seiner imposanten holzverkleideten Fassade eine spannende Geschichte, die bereits im Jahr 1642 mit der Erteilung des Schankrechts und der Eröffnung eines Gasthofes begann. Seit dem Jahr 1884 bewirtschaftet die Familie Forstnig den Trattlerhof, nun in der fünften Generation, und setzt dabei ganz bewusst auf ein Gutshof-Konzept. Hotel-Chef Jakob Forstnig teilt sich mit seinen Vorfahren nicht nur den Vornamen – manchmal unterzeichnet er mit Jakob V. Forstnig, "V" steht dabei für eine römische fünf – er ist Gastgeber aus Leidenschaft. Sein Credo: „Zeiten mögen sich ändern, unsere Liebe zum Gast bleibt. Damals wie heute. Seit 1642.“
Liebevolle Ausstattung in bester Hof-Tradition: Kutsche, Bäuerliche Trachten, Putten, Butzenglas, historische Möbel und Utensilien
Das ganze Hotel ist im historisch bäuerlichen Ambiente gehalten. Schon am Hoteleingang wartet eine alte Kutsche und überall im Haus finden sich bäuerliche Utensilien, historische Arbeitsgeräte und viele fantasievolle Dekorationen und Requisiten. Die Hoteliers-Familie und ihr Mitarbeiterteam fühlen sich, wie schon seither, als Hofleute und lassen gelebte Gastfreundschaft spüren.
Historisches Bild: Paul Zopf, Rädelsführer einer Bauernaufruhr des Jahres 1737, vor dem Trattlerhof

Gut Trattlerhof auf 1018 Meter Seehöhe
Seit 1921 gibt es im Gut Trattlerhof zusätzlich zum Gaststättenbetrieb Übernachtungsmöglichkeiten, und bis 1975 wuchs der Hotelbetrieb nach und nach auf 85 Betten an. Die Rinderhaltung wurde durch Pferde ersetzt. Ein eigener Reitstall mit Reitgelände bietet den Gästen Ausrittmöglichkeiten, hinzu kommen ein Ponyhof, Kutschfahrten oder auch die bei Kindern sehr beliebten Traktorfahrten.
Im Garten vom Hotel GUT Trattlerhof Reiterhof
Heute ist im Hotel von gemütlichen Einzel- und Doppelzimmern über geräumige Familienzimmer bis hin zu luxuriösen Suiten mit privater Sauna-Terrasse alles dabei. Dass eine lange historische Tradition zugleich eine Erneuerung mit Feingefühl einschließt, ist an vielen Orten des Hauses zu registrieren. In den letzten Jahren wurden viele Zimmer rekonstruiert, erhielten neue Bodenbeläge, Mobiliar im traditionellen Landhausstil, es wurde in den Zimmern und auf den Gängen heller und lichter. Eine Schrift an der Tür des Fahrstuhls vom Kellerbereich in die 3. Etage erinnert daran: 1018 Meter Seehöhe.
Panorama-Fitnessraum Schwimmbad
Sauna-Idyll mit Panoramablick in die Nockberge
Ein moderner 1000 Quadratmeter großer Wellnessbereich bietet Ruhe und Entspannung. Dazu gehören ein Panorama-Fitnessraum mit Blick durch große Fensterfronten in die Natur, ein lichtdurchflutetes Hallenbad sowie eine Saunalandschaft mit insgesamt fünf Sauna-Kabinen und weitläufige Ruhebereiche mit Schwebeliegen.
Sauna mit Blick in den Garten Beheizbarer Außenpool
Die finnische Sauna präsentiert den Schwitzenden ebenfalls einen Panoramablick in den Wald und die Landschaft der Nockberge. Zu einem guten Sauna-Idyll gehört der Service, den die Hof-Saunameister Bernd, Katja und Manfred mit ihren Aufguss-Zeremonien zelebrieren. Da gibt es beispielsweise einen gedanklichen Waldspaziergang mit Duftstoffen von Fichtennadeln und Silbertannen, Kiefernadeln und Lavendel. Eine Spezialität des Hotels GUT Trattlerhof ist das Eisbad, in dem man unter Aufsicht die Kräfte der Kälte erleben kann.
Kleinkirchheimer Bach direkt hinter dem Hotel

Der rauschende Bach sorgt für den Strom
Zur weiteren Abkühlung wartet im Garten hinter dem Hauptgebäude ein beheizter und ganzjährig nutzbarer Außenpool. Nur wenige Meter entfernt rauscht der Kleinkirchheimer Bach vorbei. Mit seiner Kraft und einem hoteleigenen E-Werk ist das Gut Trattlerhof auf dem besten Wege, mit 100 Prozent Wasserkraft Strom-Energie-autark zu werden und setzt damit ein deutliches ökologisches Ausrufezeichen. Zudem gibt es noch einen weiteren Effekt. Der Bach und das Grundwasser sorgen im Hotel wie in der Gemeinde Bad Kleinkirchheim dafür, dass das Wasser aus der Wasserleitung auch Trinkqualität aufweist und gut schmeckt.
Solche enge Bindung zur Natur findet auch seine sichtbare Anerkennung. So wurde der Trattlerhof mit dem Holiday-Check Award ausgezeichnet, dem Österreichischen Umweltzeichen sowie dem EU-Ecolabel für seine Umweltqualität und hohe Nachhaltigkeitsstandards.
Motto für Erholung am rauschenden Bach: I feel GUT

Life Compass mit Daten für ein langes Leben
Für das Gut Trattlerhof mit seiner Naturnähe und Angeboten für Aktivurlaub steht auch das Thema Gesundheit im Vordergrund. Jetzt geht hier ein neues Gesundheitskonzept an den Start, das dem Kurort und dem Ferienort Bad Kleinkirchheim alle Ehre machen wird. Die Hotelgäste erhalten das Angebot, sich von Fachleuten der Firma sanochron einen Life Compass ausstellen zu lassen, unter dem Motto: Gesundheit beginnt mit Klarheit. In unserer heutigen Gesellschaft wird man mit einer Vielzahl von Vorschlägen und Offerten zur Ernährung, Gesundheit oder zu sportlichen Aktivitäten konfrontiert. Allerdings stellt sich bei all den Ideen und Anregungen für ein starkes, langes Leben doch für die meisten die entscheidende Frage: Was ist für mich ganz persönlich entsprechend meiner Konstitution wirklich sinnvoll? Genau hier will der Life-Compass ansetzen.
Neue Ansätze für innere Balance © Gert Perauer/ Trattlerhof

Ein Body-Mind-Soul-Scan zeigt den Weg
Am Anfang steht ein Body-Mind-Soul-Scan, eine Analyse von Körper, Nervensystem, Atmung, Herz auf wissenschaftlicher Basis. Dieser Scan hilft, den eigenen Körper zu verstehen. Aus diesen Daten erhält man dann einen Life-Kompass mit persönlichen Empfehlungen, noch für den Urlaub und dann für zu Hause. Es erfolgt keine medizinische Diagnose, niemand ist Patient. Aber der Kompass zeigt den Weg. Und nach den Stichworten „Verstehen“, „Orientierung“, „Erleben“, „Mitnehmen“ wird dem Hotelgast auch noch „Wiederkommen“ mitgegeben. Mit einem Comeback-Scan kann sich der Hotelgast seine Fortschritte und Erfolge sichtbar machen lassen. Und so kann er, so die Empfehlung der Fachleute im Gut Trattlerhof, einen langfristigeren Weg zu mehr Vitalität und Energie beschreiten – eine Basis für ein starkes langes Leben.
In den Kärntner Nockbergen

Wanderwege in den Nockbergen
Für die Bewegung und Regeneration bietet das Hotel GUT Trattlerhof ein attraktives Betätigungsfeld. Der Ort Bad Kleinkirchheim liegt inmitten der Kärntner Nockberge, einer Landschaft mit sanft abgerundeten hügeligen Bergkuppen, umgangssprachlich „Nocken“ genannt. Seit 2012 sind die Nockberge Teil des UNESCO Biosphärenparks „Salzburger Lungau & Kärntner Nockberge“ und damit eine Modellregion mit einem breiten Spektrum an Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der Region. Diese reichen vom Erhalt der Landschaft über die Bewahrung der kulturellen Vielfalt bis hin zur Einbindung der Bevölkerung in die naturverträgliche Entwicklung der Region.
Bergstation der Brunnach-Gondelbahn Perfektes Spiegelbild der Berge im Staubecken
In Höhenlagen von rund 1000 bis 2400 Metern bietet die Natur der Kärntner Nockberge Wanderwege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Nicht weit vom Hotel entfernt befindet sich im Ort St. Oswald die Talstation der Biosphärenparkbahn Brunnach, die mit ihren Gondeln die Besucher bis zu einer Höhe von 1908 Metern führt.
Überdimensionales Modell der Speik-Pflanze

An der Bergstation werden die Besucher von der Bergpromenade Brunnach erwartet, mit einem wunderbaren Blick auf die Nockberge, mit frischer Bergluft, dem tief dunkelblauen klaren Wasser eines Stausees – erholsame Natur.
Auf einer Anhöhe thront ein Wahrzeichen der Nockberge – die meterhohe Nachbildung einer besonderen Spezialität der Natur, die nur hier wächst: Die Speik-Pflanze. Der echte Speik ist ein kleines unscheinbares Baldriangewächs. Aus seinem Wurzelstock werden ätherische Öle gewonnen, die in der Kosmetikindustrie Verwendung finden. Nur wenige Bergbauern sind lizensiert, die ansonsten streng geschützten Pflanzen zu ernten.
An der Bergpromenade Brunnach

Auf dem Trattlerhof wird frisch gekocht
Zum Genuss-Urlaub wie auch zur Regeneration im Gut Trattlerhof gehört auch die bewusste Ernährung. Das beginnt damit, dass das Küchenteam mit vier ausgebildeten Köchen die Produkte in der Region einkauft und seinen Hotelgästen den Speiseplan einer österreichischen Küche mit internationalen Akzenten präsentiert. Traditionell wird ohne Mikrowelle noch alles frisch gekocht.
Selbstverständlich hat auch das Kärntner Nationalgericht, die Kasnudel, seinen angestammten Platz, eine Art Krapfen, der mit einer Mischung aus gekochten Kartoffeln (Erdäpfeln), Quark (Topfen) und Kräutern gefüllt ist und traditionell mit brauner Butter oder Schmalz serviert wird. Und natürlich steht neben dem Kaiserschmarrn auch der klassisch österreichische Apfel-Scheiterhaufen – ein süßer Auflauf aus Altbackenem und Äpfeln – auf dem Speiseplan.
Vegetarisches Genuss-Menü im Trattlerhof
Mit vegetarischen Menüs die Gäste verwöhnen
Neben ländlicher Küche mit herzhaften Gerichten gibt es auf Wunsch auch ein vegetarisches Genuss-Menü. Das Menü beginnt mit einem Brulée vom Ziegenkäse, gerösteten Nüssen und Kürbiscreme als Vorspeise. Von einem reichhaltigen Salatbuffet kann sich jeder seine favorisierte Salatkreation zusammenstellen, oder auch eine Karottencreme-Suppe mit Ingwer wählen. Als Hauptgericht wird eine Gemüselasagne serviert mit Rucola, Paradeiser-Sauce und Parmesan. Und den Schlusspunkt setzt ein Dessert: Grüner Apfel, Minze, weiße Schokoladencreme im Glas. Die Kollegen der Reisejournalisten-Gruppe waren sich einig. Selten wurden ihre Geschmacksknospen mit einem vegetarischen Menü so verwöhnt.
Spitzenweine aus der Schlosskellerei Gobelsburg
Weine vom Weingut Schloss Gobelsburg
Natürlich haben auf dem Gut Trattlerhof mit seiner bodenständigen Küche auch die Winzer aus Österreich mit ihren Weinen einen festen Platz. Ein enger Partner der Hotelier-Familie Forstnig ist das traditionsreiche Weingut Schloss Gobelsburg, das auf eine jahrhundertealte Weinbaugeschichte zurückblickt. Schon im Jahr 1171 erhielten Mönche des Zisterzienser-Stifts Zwettl ihre ersten Weingärten in der Nähe des Schlosses Gobelsburg, das zu der Zeit noch eine Trutzburg war. Im Jahr 1740 kaufte das Stift Zwettl dann das gesamte Schloss, machte es zu seinem Verwaltungssitz und baute es zu einem renommierten Weingut aus. Was mit dem Messwein für die Liturgie begann, der natürlich naturrein, unverfälscht und ohne Zusätze sein musste, entwickelte sich im vorigen Jahrhundert zu einem Traditionsweingut mit einer Palette an Qualitätsweinen. Zu einer authentischen Interpretation von Herkunft und Jahrgang gehört auch das Markenzeichen, dass die Trauben von Hand gelesen und schonend verarbeitet werden. Die Spezialitäten der Gobelsburger sind der Grüne Veltiner und der Riesling, die vom Boden, vom Klima und der besonderen Lage des Weinbaugebietes im Kamptal in Niederösterreich eigenständige charaktervolle Weine entstehen lassen.
Pferdekutsche vor „Trattlers Einkehr“ © Gert Perauer/ Trattlerhof

Das Gut Trattlerhof organisiert in dem zum Hotel gehörenden Hüttenrestaurant „Trattlers Einkehr“ kulinarische Nächte mit Weinbegleitung verschiedener regionaler Weingüter. Seit 40 Jahren ist das Hüttenrestaurant im Zentrum von Bad Kleinkirchheim eine Art „kulinarische Außenstelle“ des Trattlerhofs. Als besondere Spezialität gibt es hier fangfrische Forellen und Saiblinge, die direkt aus dem hauseigenen Fischteich stammen. Die Hausgäste können sich hier auch mit der Angelrute versuchen, und wer möchte, kann sich seinen Fang frisch in der „Einkehr“ zubereiten lassen. Na dann – „Petri heil“!
Trattlers Hof Chalets © Gert Perauer/ Trattlerhof

Chalets mit Almhüttenflair
Vorzüglich Urlauben können die Gäste seit 2017 nicht mehr nur im Hotel GUT Trattlerhof selbst, sondern auch in den modernen und zugleich urigen Trattlers Hof-Chalets mit Almhüttenflair. In den kleineren Chalets mit bis zu 65 Quadratmetern Wohnfläche kann sich ein Urlauber-Pärchen zurückziehen. Größere Hütten haben drei Schlaf- und drei Badezimmer und rund 110 Quadratmeter Fläche – hier kann eine Familie mit sechs bis zu zehn Personen übernachten.
Chalet Deluxe Romantik © Gert Perauer/ Trattlerhof

Die insgesamt 14 Holz-Chalets sind alle mit traditionellen, hochwertigen Naturmaterialien wie Lärchen- und Fichtenholz von heimischen Betrieben erbaut und liegen gleich neben dem Hüttenrestaurant „Trattlers Einkehr“. Sie sind mit großzügigen Balkonen und Terrassen ausgestattet, immer mit Blick auf die Nockberge. Jedes Chalet verfügt über ein eigenes privates SPA mit Sauna und beheizbarer Außenwanne.
Direkt vor der Tür beginnen zahlreiche Wander- und Bike-Wege. Bis zur Therme St. Kathrein mit großer Wasser-Welt, Saunen und Wellnessangeboten sind es nur ein paar Schritte. Und im Winter geht es gleich vom Haus auf die Skipiste oder mit dem Maibrunn-Ski-Sessellift auf 1760 Meter Höhe zum Skifahren in die Nockberge.
Wandern in den Nockbergen im Herbst

Kaslab`n aus den Nockbergen
Gerade für den Herbst haben die Tourismusverbände und die Hoteliers in Kärnten viele spezielle Angebote für die Urlauber entwickelt. Da gibt es den Franz-Klammer-Wandertag, bei dem auf drei Wanderrouten die Franz-Klammer-Abfahrtstrecke in Bad Kleinkirchheim bezwungen wird – natürlich zu Fuß. Olympiasieger Franz Klammer führt die schwere Route höchst persönlich. Da gibt es spezielle Golf-Angebote für den hiesigen höchstgelegensten Parcours Kärntens. Die Hoteliers veranstalten kulinarische Nächte und Weinverkostungen („Winzer am Berg“).
Die vier Jahreszeiten im Gut Trattlerhof

Und es gibt den Genussmarkt der Regionalität. Bis Mitte Oktober laden Produzenten, Slow Food Betriebe und Bad Kleinkirchheimer Köche immer samstags zum Marktnachmittag auf den Dorfplatz ein.
Genussmarkt auf dem Dorfplatz in Bad Kleinkirchheim

Da können landwirtschaftliche Produkte und Weine aus der Region verkostet und auch erworben werden. Dazu zählt eine Auswahl an Kärntner Honig und die Kaslab‘n aus den Nockbergen. Dieser natürlich gereifte und beliebte Bio-Käse wird zu 100 Prozent aus Heumilch hergestellt. Diese Milch stammt von Kühen und Ziegen, die vom Frühjahr über den Sommer bis in den Herbst hinein auf den Almen und Wiesen in den Nockbergen weiden und auch im Winter nur mit bestem Heu gefüttert werden.
Die Hotelgäste vom Hotel GUT Trattlerhof Bad Kleinkirchheim sind schlicht von Tradition in Kärnten umzingelt. Hier werden Wohlfühlmomente nicht inszeniert, sondern die Urlauber treffen noch auf authentisches Leben und herzliche Gastlichkeit.
Wir sind leidenschaftliche GastgeberGespräch mit Jakob Forstnig vom Hotel GUT Trattlerhof
Herr Forstnig, Ihre Hotelier-Familie führt ein sehr traditionsreiches Haus. Im Jahr 1642 erhielt das Gut Trattlerhof auch das Schankrecht, mit dem bewirtet werden durfte. Was können Sie aus der Historie in die Neuzeit übernehmen, die Gebäude, historische Details, einen bestimmten Lebensstil? Hotelier Jakob Forstnig ![]() Jakob Forstnig Unsere Familie hat den Trattlerhof mit dem Gasthof im Jahr 1884 übernommen und bewirtschaftet das Gut nun in der fünften Generation. Wir haben ein Gutshof-Konzept aufgestellt. Was früher auf dem Gutshof passiert ist, da wurde geliebt, gelacht, geheiratet, gearbeitet – all das wollen wir für unsere Gäste authentisch erlebbar machen. Das beginnt mit einer Vielzahl von bäuerlichen Antiquitäten, einigen historischen Möbelstücken und setzt sich fort mit dem Stil des Hauses, eines Gutshofs. Da ist die Geschichte vom Gutshof erlebbar. Damals mussten die Bauern viele Gewerbe anmelden, damit sie überleben konnten, z.B. Tavernen- und Schankrecht, Bäckerei, Schustergewerbe, Leinwand- und Loden-Handel, Steinbierbrauerei und Destillerie. Und wir haben immer noch Pferde bei uns auf dem Hof mit einem eigenen Reitstall, Reitunterricht und Kutschfahrten. Das ist unsere Gastgeber-Philosophie. Wir sind leidenschaftliche Gastgeber. Wir sind hier kein Wirtshaus, sondern schon immer ein Gasthaus. Und unsere Mitarbeiter werden liebevoll Hofleute genannt.
Worin bestehen die Vorteile Ihres Hotelkonzepts und gibt es auch Nachteile? Jakob Forstnig Ich kenne das Prinzip, dass es keinen Vorteil gibt, ohne auch Nachteile in Kauf zu nehmen. Auf so eine lange Historie zu verweisen, ist heute im Urlaub in unserer schnelllebigen Zeit eine sehr schöne Sache, per se ein Vorteil. Und diesen Vorzug leben wir auch im Hotel. Aber es gibt unterschiedliche Sichtweisen, ob etwas alt ist oder rustikal. Diejenigen, die es ganz modern möchten mit entsprechendem Design, sind nicht unsere Gäste. So eine Tradition in unserem Gutshof zu besitzen, ist ein Schatz. Wir sind in unserer Geschichte sozusagen verfangen, wir sind es gern und auch unsere Gäste lieben es.
Das Hotel GUT Trattlerhof hat sich jetzt mit Angeboten von Life Compass und Body Mind Soul Scan deutlich profiliert. Was gab den Anstoß für diese Gesundheits-Themen? Jakob Forstnig Den Anstoß lieferte die Sinnfindung unseres Gutshofes. Es geht um Erfahrungen des geistigen und körperlichen Wohlbefindens. Das beginnt bei unseren Mitarbeitern und seit jeher haben wir uns um das Wohlbefinden unserer Gäste gekümmert. Wir haben sogar vor Jahren schon einmal mit einem Pfarrer spirituelle Elemente zum Aufenthalt im Hotel angeboten. Jetzt haben wir mit dem Body Mind Soul Scan ein Projekt, mit dem wir glaubwürdig eine Gesundheitsbestimmung mit dem Gast machen können. Mit diesen Informationen wird dem Gast ein Startpunkt geliefert für seine persönlichen Longevity-Maßnahmen, das heißt den Alterungsprozess verlangsamen, bis ins hohe Alter fit bleiben, also etwas tun für ein langes gesundes Leben. Wir geben den Anstoß und können die ersten Schritte aufzeigen. Und wenn unser Hotelgast etwas mitnimmt und sich selbst helfen kann, dann haben wir etwas positives erreicht und mit dem Aufenthalt bei uns dazu beigetragen.
Wer sind die wichtigsten Partner für diese Longevity-Maßnahmen? Jakob Forstnig Das sind der Scan-Meister Magister Kurt Lackenbucher und die ärztliche Leitung Dr. Waltraud Bitterlich der Firma sanochron. Wir integrieren alle diese Angebote von sanochron in das Konzept unseres Hotels Trattlerhof. Wir haben in unserer Familie auf dem Gutshof schon immer auf die Gesundheit geschaut – auch das hat eine lange Tradition.
Wann ist dieses Longevity-Programm gestartet? Jakob Forstnig Im Mai dieses Jahres haben wir mit interessierten Hotelgästen begonnen. Die ersten Scans haben wir schon vor Monaten mit unseren Mitarbeitern gemacht, ich persönlich habe auch teilgenommen. Wir rechnen damit, dass etwa ein Drittel unserer Stammgäste diese Logevity-Maßnahmen nutzt, und wir auch mit unserem Gesunheits-Konzept neue Gäste gewinnen.
Zum Erfolgsmodell vom Trattlerhof gehören die vielfältigen Angebote für Ihre Gäste. Welche sind Ihnen besonders wichtig? Jakob Forstnig Auf jeden Fall unser Reiterhof, den wir vor mehr als 50 Jahren eingerichtet haben mit einem bei uns angestellten Reitlehrer. Derzeit haben wir insgesamt sieben Pferde und für die Kinder einen Ponyhof mit vier Ponys. Früher gab es auf dem Gut noch Kühe, Schweine und Hühner – die Pferde sind uns erhalten geblieben. Viele Gäste kommen wegen unseres Reitstalls und auch wegen des nahen 18-Loch-Golfplatzes auf einer Höhe von 1100 Metern. Großen Zuspruch finden in unserer Gemeinde bei den Wochenprogrammen die Kräuterwanderungen, an der unsere Gäste mit ihrer Sonnenschein-Karte kostenlos teilnehmen. Bei diesen Wanderungen ist die Natur bei uns wunderbar kennenzulernen. Eine Spezialität, die nur hier in unsrer Region in den Nockbergen wächst, ist der Echte Speik, ein Heilkraut. Er steht unter Naturschutz und nur fünf Bauern ist es erlaubt, die Pflanze zu ernten. Die aus den Wurzeln gewonnen ätherischen Öle werden übrigens in den Speick-Werken in Stuttgart zu kosmetischen Produkten verarbeitet.
Woher kommen die Gäste vom Hotel GUT Trattlerhof und wie erfolgt die Anreise? Jakob Forstnig Die große Mehrzahl, etwa Zweidrittel unserer Gäste, sind aus Österreich und Deutschland. Nahezu 90 Prozent kommen mit dem eigenen Pkw zu uns. Hier vor Ort kann das Auto auch stehen bleiben, denn mit der Gästekarte sind viele lokale Mobilitätsangebote kostenlos oder ermäßigt, wie verschiedene Shuttles, Bergbahnen, Schifffahrt auf dem Millstätter See oder der Postbus. Mit dem Postbus kommt man auch bequem zur Bahnstation Spittal. Wir haben auch das Angebot vom Hotel, ein E-Auto auszuborgen.
Das Hotel GUT Trattlerhof empfängt seine Gäste zu allen vier Jahreszeiten. Gibt es für Sie einen Saison-Favoriten? Jakob Forstnig Alle Jahreszeiten bei uns haben ihre Reize. Doch der Herbst bietet den Besuchern besonders viele reizvolle Momente. Sie erleben hier die Erntezeit, zumeist ein stabiles Hochdruck-Wetter, entspanntes Wandern und spannende Bike-Touren, den Golfplatz, die Bergbahnen und die Thermen nebst Wellness. Den Gast erwartet die Ruhe der goldenen Jahreszeit, entspannte Herbsttage in Kärnten. Und das hat sich bei den Touristen herumgesprochen.
Mit Jakob Forstnig sprach Ronald Keusch |
Fotos: Ronald Keusch (31), Gert Perauer/ Trattlerhof (5)





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