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  • Klaus-Dieter Richter

Weihnachten unter dem Licht-Teppich

40. Berliner Weihnachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche





Weihnachtsmarkt unter dem Lichter-Teppich



Nach Totensonntag eröffnen deutschlandweit traditionell die Weihnachtsmärkte. In Berlin sind es über 80 größere und kleinere, welche mit eigenen Angeboten und Traditionen über alle Bezirke der Stadt verteilt sind.

Täglich vom 27. November 2023 bis 7. Januar 2024 findet der traditionelle Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz rund um die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche statt. Seit nunmehr vier Jahrzehnten lädt er Gäste aus Nah und Fern zum Bummeln in besinnlicher Atmosphäre ein. Traurige Berühmtheit erhielt dieser Weihnachtsmarkt im Dezember 2016, als ein islamischer Terrorist mit einem LKW hineinfuhr und alles, was ihm in den Weg kam, überfuhr. Sehr viele Tote und Verletzte waren das Resultat und daran wird heute noch am Tatort erinnert. Nach einem morgendlichen Gottesdienst wurden am 27. November die Stände geöffnet und die Besucher konnten über den Markt schlendern.


CITY Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz Eröffnung mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (2 v.l.)

Eine festliche Eröffnung gab es im Pop-Up-Restaurant „Hirschstube“ mit Ehrengästen, großer Pressebeteiligung und dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, sowie der Bürgermeisterin von Charlottenburg-Wilmersdorf, Kirstin Bauch. Die Weihnachtsmarkt-Organisatoren, AG City e.V. und der Schaustellerverband Berlin e.V. betonten, dass trotz der schrecklichen Ereignisse im Jahr 2016, dieser traditionelle Standort an Beliebtheit im Herzen der City-West, nicht wegzudenken sei.

Der im Jahr 1972 geborene Kai Wegner erinnerte sich an seine Kindheit, als er mit seinen Eltern jedes Jahr auf diesem Markt gewesen war. Er schaute nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch in die Gegenwart und meinte, dass die Berliner Weihnachtsmärkte mit ihren über eine Million Besuchern ein wichtiges Merkmal für die Attraktivität des Standortes und der Stadt sind. Die Besucher seien nicht nur Berliner oder Brandenburger, sondern auch viele Touristen, welche im Dezember extra nach Berlin reisen. Hotels, Gastronomie und der Einzelhandel profitieren im vorweihnachtlichen Geschäft von den Weihnachtsmärkten und deren Attraktivität.

Lichtkünstler Andreas Boehlke
Lichtkünstler Andreas Boehlke

Ein 400 Meter langer, prachtvoller Licht-Teppich, vom Lichtkünstler Andreas Boehlke installiert, erstreckt sich über den Markt. Mehr als 100 festlich geschmückte Stände laden zum Erwerb von Handwerkskunst aus aller Welt und zum Bummeln ein, alles inmitten des einzigartigen Charmes dieser beeindruckenden Kulisse. Das kulinarische Angebot ist eine bunte Mischung. Süße Verführungen sind unter anderem Schmalzgebäck, Germknödel, kandierte Nüsse, schokolierte Früchte bis hin zu verzierten Lebkuchen. Natürlich fehlen nicht die Rostbratwurst, der Grünkohl, gebratene Champignons und die Handbrote. Glühwein und eine Feuerzangenbowle, die über offenem Kaminfeuer angesetzt wird, wärmen die Besucher. Glühweingärten mit überdachten Sitz- und Stehgelegenheiten grenzen an das Pop-Up-Restaurant „Hirschstube“. Hier serviert die Schaustellerfamilie Roden unter anderem Glühwein, Champagner, Flammkuchen und Snacks, wie die „Feinschmecker-Curry-Wurst“, bis hin zum Gänse-Menü.


Glühweingarten
Glühweingarten

Glühwein trinken und gleichzeitig etwas Gutes tun, das ermöglicht die AG City mit Unterstützung durch den Schaustellerverband Berlin mit ihrem karitativen Heißgetränke-Verkauf. Traditionell findet dieser, wie jedes Jahr, am 1. Dezember von 13 bis 19 Uhr auf dem Breitscheidplatz statt. Mit den Erlösen wird der DRK-Wärmebus unterstützt.


Weihnachtsmärkte sind eine einzigartige Mischung und ein unvergessliches Erlebnis für die Besucher und gehören zur weihnachtlichen Tradition. Händler und Schausteller haben mit guten Angeboten und den erzielten Umsätzen eine besondere Chance, die ersten umsatzschwachen Monate des Neuen Jahres zu überbrücken. In persönlichen Gesprächen konnte ich erfahren, dass sich viele Gastronomie-Kollegen während und nach der Corona- Krise für eine Tätigkeit auf Märkten entschieden haben. Logischerweise fehlen diese in den gastronomischen Betrieben, aber sie können auch mit ihrem fachlichen Branchen-Wissen eine qualitative Bereicherung für die Marktbetreiber sein.



Impressionen vom Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz


Text und Fotos: Klaus-Dieter Richter

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