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Freier Blick auf Gnus und Antilopen

  • Ronald Keusch
  • vor 1 Tag
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 7 Stunden

Das Luxus-Boutique-Hotel „Das Stue“ im Botschaftsviertel vom Tiergarten mit einer Tür zum Berliner Zoo


"Das Stue" in einem denkmalgeschützten Gebäude am Berliner Zoo © Das Stue

"Das Stue" in einem denkmalgeschützten Gebäude am Berliner Zoo

Das prachtvolle neoklassizistische Gebäude des Hotels „Das Stue“ signalisiert schon mit seiner historischen Fassade, dass hier ein einzigartiges Luxushotel der Berliner Szene beheimatet ist. Die Exklusivität wird durch seine Lage noch verstärkt. Das Prunkstück der Berliner Hotelszene befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft vom Zoologischen Garten Berlin, inmitten der Millionen-Stadt und zugleich in der Ruhe vom Botschaftsviertel des Tiergartens. Ein guter Grund für einen Medientreff, wie immer organisiert von Margot David und ihrem Team von Hotelpoint International um Frank Pfuhl und Jörg Soller.

Die Geschichte dieses heutigen 5 Sterne Luxus-Boutique-Hotels „Das Stue“ erzählt etwas über den unverwechselbaren Charakter und Charme dieses noblen Quartiers. Das heute denkmalgeschützte Gebäude wurde 1936 von dem deutschen Architekten Johann Emil Schaudt in Form des sachlichen Neoklassizismus für die ehemalige Königlich Dänische Gesandtschaft gebaut. Als die Dänen später das Haus verließen, um mit anderen nordischen Ländern ein gemeinsames Botschaftshaus zu beziehen, blieb der Name erhalten. „Stue“ steht im dänischen für Wohnzimmer. Als im weiteren Ablauf im Jahr 2007 eine spanische Familie das Gebäude kaufte, wurde es großzügig zum Luxus-Hotel um- und ausgebaut, wofür die Designerin Patricia Urquiola viel freie Hand bekam. Die Gästezimmer erhielten verschieden große Strukturen und hohe Decken, überall sind elegante Originalparkettböden und französische Türen anzutreffen. Es wurde ein kleines Schwimmbad eingebaut und es entstanden Neubauten sowie ausgedehnte Terrassen.

General Manager Zeèv Rosenberg

General Manager Zeèv Rosenberg

Der Gastgeber des Medientreffens ist der Hoteldirektor Zeèv Rosenberg, der aus einer bekannten Hoteliers-Familie stammt. „Als ich im Hotel-Business begann, wusste ich nicht, was ich für ein Hotel-Gen in mir trage“, so erzählt lächelnd Rosenberg. „Die Mutter meines Vaters ist eine ‚Kempinsky‘ und meine Urgroßeltern hatten im damaligen Palästina fünf Hotels.“ Nunmehr besitzt er 30 Jahre Hotellerie-Erfahrung, davon 22 Jahre in Berlin. Und dann hat er sich im Jahr 2024 einen Wunschtraum erfüllen können und die Leitung vom „Das Stue“ übernommen. Rosenberg dazu ganz knapp: „Es ist einfach das schönste Hotel in Berlin“, und er setzt obendrauf: „Wir haben keine Konkurrenz.“ Der Hotel-Profi räumt ein, dass es in Berlin eine ganze Reihe von tollen Hotels gibt. Aber „ ‚Das Stue‘ verfügt über eine Nische, die andere Hotel nicht aufweisen können: Das ist die Privatsphäre bei uns, die kann uns niemand nehmen, wir sind nicht sehr groß und sehr familiär“, so Rosenberg. Und dazu komme noch die einmalige Lage. Das Hotel liegt zentral mitten in Berlin, doch es wirkt, als wäre es außerhalb der Stadt wie das Schlosshotel im Grunewald.

Lobby mit Krokodilskulptur © Das Stue

Lobby mit Krokodilskulptur

Ein wirkliches einmaliges Erlebnis wird den Hotelgästen mit der unmittelbaren Nähe zum Berliner Zoo und seinen Tieren in den Freigehegen geboten. Darauf verweist schon in der Eingangshalle ein großer bronzener Krokodilschädel, der als guter Geist des Hauses jeden Gast willkommen heißt. Er stammt von dem Pariser Künstler Quentin Garel, der für seine zahlreichen Tierskulpturen bekannt wurde, die er so fein ausarbeitet, dass sie aussehen wie Holz. In den Gängen stehen aus Leder gefertigte Flusspferde und Nashörner und in der Lobby wachen zwei riesige Gorillas.

Aus einer ganzen Reihe von den insgesamt 78 Zimmern und auch von den Terrassen eröffnet sich ein freier Blick auf die Tiergehege mit Gnus, Pferden oder Antilopen. Und bei einem Drink in der Hotel-Bar kann man durch die großen Fenster die Strauße beim Grasen beobachten. Doch dazu gibt es sogar noch eine Steigerung: Denn einmalig in Europa verfügt „Das Stue“ über einen privaten Zugang zum Zoologischen Garten, direkt von der Terrasse aus. Die Hotelgäste gehen einfach zur Rezeption und dann wird mit einem Schlüssel die Tür zum separaten Eingang zum Zoo aufgeschlossen, alles ohne Schlage stehen an der Kasse. Bei der Rückkehr gibt es eine Klingel und dann öffnet sich die Tür zum Hotel wieder. Allerdings hat dieser Service auch seinen Preis, der etwas über dem Eintritt zum Zoo liegt.  

Zimmer mit Ausblick in den Zoo Hotel-Bar


„Das Stue“ macht seinem Namen als 5 Sterne Luxus-Hotel alle Ehre mit einem extravaganten Zimmer Angebot. Neben den 27 Quadratmeter großen gemütlichen Stue-Doppelzimmern gibt es hier die wohl in Berlin größte Dichte an unterschiedlich gestalteten Suiten. Da kann der Gast auswählen zwischen der Junior-Suite mit 45 bis 50 Quadratmeter Raum. Das steigert sich dann mit der SO-Suite und erreicht schließlich mit der Stue-Suite 70 Quadratmeter. Diese großen Suiten haben mit einem Hotelzimmer kaum noch etwas gemeinsam, sondern gleichen mit fünf Meter hohen Decken, freistehenden Badewannen und exklusiven Materialien eher einer luxuriösen Stadtvilla. Letztlich – so viel Luxus muss sein, gibt es noch eine Penthouse-Suite mit 80 Quadratmetern und Blick auf die Gedächtniskirche und zur Krönung die Bel Etage Suite. Sie zeigt sich in 110 Quadratmeter Größe und besitzt einen getrennten Wohn- und Schlafraum, zwei Badezimmer und eine 80 Quadratmeter Terrasse. Ein Doppelzimmer im Februar 2026 wird auf der Website des Hotels ab ca. 209 € bis über 260 € pro Nacht gelistet. Für exklusivere Suiten können die Preise deutlich steigen. Höhere Kategorien erreichen, abhängig von der Saison, schon mal Preise von 1000 bis 2800 Euro pro Nacht – ein Luxushotel eben.


Restaurant "Carte Blanche" Küche


Besonders stolz ist Hotelier Rosenberg, dass er in seinem Hotel ein französisches Restaurant „Carte Blanche“ eingeführt hat. Damit löste er eine Melange ab von spanischen, italienischen und mediterranen Küchentrends. Und so lautet sein Motto: Die Hotelgäste bevorzugen im Speise-Angebot eine Linie. Und der Erfolg gibt dem Hotelchef recht.

Im Restaurant "Carte Blanche"

Im Restaurant "Carte Blanche"

Die französische Küche läuft bei den Gästen sehr gut und der Zuspruch ist groß, ob nach dem klassischen handgeschnittenen Rinderfilet Tatar, nach Muscheln, Austern, Kaviar oder Crêpes Suzette. Ein gegrilltes Entrecôte ist im Hotelrestaurant, auch für Besucher aus Berlin, schon ab 45 Euro zu bekommen, alles muss bezahlbar sein, so seine Auskunft. Und Rosenberg ergänzt verschmitzt. „Auch ich gehe in unserem französischen Restaurant bei uns gern essen.“ Und er lobt sich, dass er für die Ausstattung des Restaurants noch rechtzeitig ordentliches Silberbesteck angeschafft habe, bevor mittlerweile der Silberpreis um 70 Prozent angestiegen sei. Damit legte er der Journalistengruppe den Beweis vor, dass beim Managen eines Luxus-Hotels immer auch auf die Kosten geschaut und überall gespart werden kann.

Der Direktor des erfolgreichen Luxus-Boutique-Hotels mit einer Auslastung Quote von 72 Prozent ist ein Hotelier, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Kritisch sieht er die Politik in der Stadt, der es nach seiner Meinung seit Ende der Pandemie-Zeit an Visionen fehlt, um Berlin für den Tourismus attraktiver zu machen. Wenig hilfreich ist die für die Hotelszene erhobene City-Tax, die im Januar 2025 um 50 Prozent auf 7,5 Prozent erhöht wurde, so Rosenberg weiter. Berlin mit seiner Geschichte und als deutsche Hauptstadt im Herzen von Europa ist für den Tourismus kein Selbstläufer, sie muss wieder attraktiver für die Besucher aus aller Welt werden. Das international bekannte Luxus-Hotel mit seiner attraktiven Lage am Berliner Zoo leistet dafür einen nicht unbeträchtlichen Beitrag.

 

 


Fotos: Ronald Keusch (6), "Das Stue" (2)

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