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Moderner Luxus und historischer Charme

  • Ronald Keusch
  • vor 1 Tag
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 47 Minuten

Das neue Flaggschiff der Leonardo Hotel Group in der Hauptstadt „The Posthouse Berlin“



Das Hotel “The Posthouse Berlin”

Das Hotel “The Posthouse Berlin”

Die gehobene Hotelbranche in Berlin kann sich mit einem weiteren Flaggschiff in der Innenstadt in Szene setzen. Am 1.September 2025 eröffnete die Leonardo Hotel Group ihr neuestes Hotel „The Posthouse Berlin“. Es verbindet modernen Luxus mit dem Charme eines historischen Postgebäudes aus den 1930er Jahren. Sein Standort bietet einen idealen Ausgangspunkt für Geschäftsreisende wie für Berlin Touristen, nahe dem Potsdamer Platz und in direkter Nachbarschaft vom Tempodrom, dem bekannten Veranstaltungsort für Musik, Kultur und Snooker-Turniere. Am 16. Juni lud "The Posthouse Berlin" zu einem Medientreff ein, wie immer organisiert von Margot David und ihrem Team von Hotelpoint International mit Frank Pfuhl und Jörg Soller.

Das heutige Hotelgebäude kann auf ein Stück Stadtgeschichte zurückblicken. Mit seiner imposanten Fassade und seiner zentralen Lage am früheren Anhalter Bahnhof diente es in der Stadt als wichtigstes Berliner Postverteilzentrum, das bis in die 1990er Jahre genutzt wurde. Nach dem Mauerfall zu klein für ganz Berlin wurde es von der Post aufgegeben und lag viele Jahre brach. Erst im Jahr 2013 begann mit der Entkernung und dem Ausbau die Hotel-Karriere als Crowne Plaza Berlin.


Falk Bartels mit einer Kaffeetasse mit PH-Logo

General Manager Falk Bartels mit einer Kaffeetasse mit PH-Logo

„Für die Leonardo-Hotels passte dieses Haus in die Kollektion und es wurde Anfang 2025 ein Konzept entwickelt und renoviert“, sagt Hotelchef Falk Bartels. „Mit der Renovierung wird unsere Auffassung von Hotellerie deutlich sichtbar, wir wollen Emotionen transportieren, wir wollen Wärme schaffen, in der sich der Gast wohlfühlt.“ Leonardo Hotels ist die bekannteste Marke der Fattal Hotel Group, einer Hotelkette, die mehr als 250 Hotels in ganz Europa betreibt.

Große Anerkennung zollt Falk Bartels dem Innenarchitekten Andreas Neudahm. „Es gelang ihm, ein wunderbares Raumgefühl zu schaffen und den Stil des Art déco aus dem Berlin der 30er Jahre einzubringen mit warmen Farben und Materialien wie Kupfer, Bronze und Messing. Sie erinnern an die kaiserliche Post sowie an die Familie Thurn und Taxis, der die Post im 19. Jahrhundert gehörte. Das ist sowohl in den Zimmern wie in der Lobby sichtbar.“  


Rezeption des Hotels mit einem Brief-Sortierregal als Designelement

Rezeption des Hotels mit einem Brief-Sortierregal als Designelement

Bei einem Rundgang ist die Begeisterung des Hoteldirektors zu verstehen. Art déco-Stilelemente sind überall zu finden. „Der Architekt Neudahm hat auch mit winzigen Details das Postthema aufgegriffen, ohne kitschig zu werden“, so Bartels weiter. Auf Tapeten wurde mittels sehr dünner Paketschnüre ein Muster aufgebracht. Auch die Zimmereinrichtung wird dem Namen des Hotels „The Posthouse“ gerecht. Auf den großen Kaffeetassen sind die Initialen PH kunstvoll angebracht. An der Rezeption ist ein Posthorn zu entdecken. Geschichte wird mit Feingefühl in die Gegenwart geholt.


Doppelzimmer mit kreativ gestalteter Tapete Fitnessraum des Hotels


Insgesamt verfügt „The Posthouse Berlin“ über 256 elegant gestaltete Zimmer, darunter Standard- und Premium-Zimmer, Junior-Suiten und eine luxuriöse King-Suite. Jedes Zimmer ist mit modernen Annehmlichkeiten wie Klimaanlage, Minibar, Flachbildfernseher, kostenlosem WLAN und einem komfortablen Arbeitsbereich ausgestattet. Auffällig angenehm sind in dem renovierten Gebäude die hohen Decken und auch die hohen Fenster, die ein zusätzlich schönes Raumgefühl vermitteln. Von der Terrasse auf dem Dachgeschoß eröffnet sich der Blick auf Berlin.

Ein Highlight des Hotels sind acht vielseitig nutzbare Tagungsräume, die auf 557 Quadratmetern Platz für Konferenzen, Seminare und Veranstaltungen bieten. Nach einem produktiven Tag können sich die Tagungsgäste im Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad und einem voll ausgestatteten Fitnesscenter entspannen.  Mit modernster Technik, flexibler Raumaufteilung und professioneller Unterstützung sowie dem zentralen Standort kann das Hotel die berechtigte Hoffnung haben, eine erste Wahl für Geschäftsreisende in der deutschen Hauptstadt zu werden.


Blick von der Dachterrasse

Blick von der Dachterrasse

Im Restaurant „The Post“ wird für die Gäste ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt. Hier werden die kulinarischen Traditionen von Berlin neu belebt. Bekannte Klassiker der Berliner Traditionsküche werden neu interpretiert, modern zubereitet und kreativ angerichtet. Dabei wird betont und das ist in heutigen Zeiten wichtig: Ohne den Bezug zu ihren Wurzeln zu verlieren. Dass dieses Konzept sich nicht auf eine wohlklingende PR-Phrase beschränkt, kann die Journalistengruppe wie alle anderen Gäste überzeugend schmecken.

Da wird als Vorspeise aus dem Brandenburgischen Jüterbog von der Käserei Bobalis Büffel-Mozzarella aufgetragen mit marinierten Erdbeeren und Erdbeer-Sorbet, dann Königsberger Klopse - Kalbsbällchen mit Kapernsoße und Roten Beeten und der grandiose Schlusspunkt „Kalter Hund“ - Keks mit Schokoladencreme, Sanddorn Gel und Sorbet. Auf der Speisekarte stehen auch Berliner Kartoffelsuppe mit Räucheraal, Spinat mit Ei, Berliner Blumenkohl und Tartar vom Brandenburger Rind. Und an der Bar kann man auch für den kleinen Hunger Berliner Currywurst und Berliner Stulle erhalten, letztere auch vegetarisch. Besucher können die Berliner Küche im Hier und Jetzt neu entdecken, in einem eleganten und zugleich ungezwungenen Ambiente. Natürlich darf eine hochwertig ausgestattete Bar mit Cocktail-Kreationen nicht fehlen.


Klassiker der Berliner Küche im Restaurant „The Post“: Büffel-Mozzarella, Königsberger Klopse, Berliner Blumenkohl und Kalter Hund


Am Schluss des Hotel-Rundgangs wurde angesichts der leichten Dellen bei den Tourismus-Zahlen in Berlin sowie der großen Zahl von Hotelbetten und weiterer Hotel-Neubauten von der Journalistenrunde die obligatorische Frage gestellt: Lohnt es sich überhaupt, ein neues Hotel in Berlin zu eröffnen? Die Antwort von Falk Bartels, dem General Manager des neu eröffneten Hotels, kam kurz und knapp: „Investitionen werden nur eingesetzt, wenn sie sich auszahlen. Unsere bisherige Auslastung in Berlin liegt bei 78 Prozent im Jahr.“

 

 

Text und Fotos: Ronald Keusch


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